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Werkzeugvermessung: Qualität beginnt mit Daten

Was Du nicht misst, kannst Du nicht verbessern – dieser Grundsatz aus dem Qualitätsmanagement gilt in der Zerspanung ganz besonders. Werkzeugvermessung ist keine bürokratische Pflichtübung, sondern ein mächtiges Instrument, um Prozesse zu verstehen, Probleme zu erkennen und Kosten zu senken.

In unserem Messlabor prüfen wir Zerspanungswerkzeuge mit optischen und taktilen Verfahren. Wir messen Durchmesser, Schneidkantenradien, Drallwinkel, Teilung und Rundlauf. Jede Messung wird in einem Protokoll dokumentiert, das Dir als Qualitätsnachweis und Entscheidungsgrundlage dient. Soll das Werkzeug nachgeschliffen werden oder hat es seine wirtschaftliche Lebensdauer erreicht? Die Messdaten geben die Antwort.

Besonders aufschlussreich ist die Verschleißanalyse. Wenn wir ein neues Werkzeug vor dem Ersteinsatz vermessen und nach einer definierten Standzeit erneut messen, ergibt sich ein präzises Bild des Verschleißverhaltens. Wo tritt der Verschleiß zuerst auf – an der Freiform, an der Spanfläche, an der Ecke? Wie schnell schreitet er voran? Ist er gleichmäßig oder einseitig? Diese Informationen verraten viel über den Prozess: Einseitiger Verschleiß deutet auf Rundlauffehler hin, übermäßiger Kolkverschleiß auf zu hohe Temperaturen, Ausbrrüche auf Vibrationen oder zu harte Einschlüsse im Material.

Auch nach dem Nachschleifen kommt die Vermessung zum Einsatz. Jedes nachgeschliffene Werkzeug wird mit den Solldaten abgeglichen, bevor es unser Haus verlässt. So stellen wir sicher, dass Durchmesser, Winkel und Geometrie exakt stimmen und das Werkzeug in Deiner Maschine auf Anhieb funktioniert.

Unser Tipp: Wenn Du in die systematische Werkzeugvermessung einsteigen möchtest, beginne mit Deinen teuersten oder kritischsten Werkzeugen. Lass ein neues Referenzwerkzeug vermessen und vergleiche es nach Standzeitende mit dem Neuzustand. Die Erkenntnisse, die Du daraus gewinnst, sind Gold wert für die Optimierung Deiner Fertigung.

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